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Entwaffnet die Polizei |
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10.08.2009 Kommentar VKÖ
Manchem Profilierungsneurotikern ist anscheinend keine noch so tragische Angelegenheit zu billig um sich selbst für ein paar Sekunden ins Fernsehen und ihre obskuren Forderungen unters Volk zu bringen. Die ersten Meldungen über den Todesschuss auf einen Einbrecher in Krems liefen noch über die Nachrichtenagenturen als sich bereits der Generalsekretär von Amnesty International Heinz Patzelt im ORF mit einer entbehrlichen Wortspende meldete. Wenn man den Polizisten die Waffen abnehmen würde, dann wäre das Problem gelöst, so seine Meinung. Wozu brauche ein gewöhnlicher Polizist eine Pistole, es genüge doch wenn Sondereinheiten bewaffnet wären. Eine Aussage, die er offensichtlich selbst als wenig durchdacht erkannte und bei einem runden Tisch mehr oder weniger revidierte. Zuerst müssten alle anderen die Waffen abgeben und erst zuletzt die Polizisten war nun seine Meinung. Man kann ja gescheiter werden. Ob Herr Patzelt damit seine private Meinung abgab oder seine Forderung auf Entwaffnung der Polizei Programm von AI ist, kann man nur mutmaßen. Die Frage, ob AI keine anderen Sorgen hat, darf aber gestellt werden. Dass jemand, dem die Menschenrechte am Herz liegen von einer schusswaffenfreien Welt träumt, kann man ja noch verstehen. Wer aber aus dem nicht beabsichtigten Tod eines Menschen politisches Kleingeld herausholen will, der verdient Missachtung. Peter Pilz, der (natürlich sarkastisch gemeint) die Bewaffnung von Müllmännern in einer Presseaussendung verlangt, möchte gerne die Polizei entwaffnen, wie er in einer Nachrichtensendung des ORF sagte. Pilz hat damit als einziger österreichischer Politiker versucht seine obskuren Ideen über einen tragischen Vorfall bekannt zu machen. Die Antwort darauf kann ihm jeder bei der nächsten Nationalratswahl geben. Für die „Vereinigung Kriminaldienst Österreich“ kommt eine Entwaffnung von Polizeibeamten nicht in Frage. Sie würde nicht nur die persönliche Sicherheit der Beamten gefährden, sondern auch ein Manko bei der Kriminalitätsbekämpfung darstellen.
Richard Benda, Präsident VKÖ
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