Gewalttätige Jugendliche / Schnell, konsequent und wirksam sanktionieren

 

 

"Mehr Videoüberwachung und eine Verstärkung von Sicherheitspersonal - das wird die Probleme nicht lösen. Wir müssen uns der gesteigerten Gewalttätigkeit bei einzelnen Jugendlichen stellen. Diese gewalttätigen Jugendlichen empfinden unseren Rechtsstaat als schwach und lächerlich", beschreibt der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen die Situation zur Gewalttätigkeit bei Jugendlichen.

 

Mehr als die Hälfte aller Jugendlichen begehen während ihres Reifeprozesses mindestens eine Straftat, meistens Bagatelldelikte.
Das ist nicht das gesellschaftliche Problem.

"In den sich entwickelnden Prozess der Gewalttätigkeit eines Jugendlichen zum Intensivtäter von der Sachbeschädigung über die einfache Körperverletzung bis zur Tötung eines Menschen muss frühzeitig und konsequent interveniert werden", so der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen.

Daher müssen schon in Kindergärten und Schulen derartige Verhaltensauffälligkeiten von Kindern zu konsequentem Gegensteuern führen, damit kriminelle Karrieren erst gar nicht entstehen. Der BDK befürwortet ein vernetztes Vorgehen zwischen Schulen, Jugendämtern, Polizei und Jugendgerichten, um schneller reagieren zu können.

"Des Weiteren muss das vorhandene Rechtsinstrumentarium konsequent und zeitnah ausgeschöpft werden. Die Verfahrensdauer in Jugendstrafverfahren sind deutlich zu verkürzen. Das wird nur gelingen, wenn die Personal - und Sachausstattung der Kriminalpolizei, der Jugendgerichte und der Jugendhilfe drastisch verbessert wird", ist die Forderung des BDK-Chef Klaus Jansen.

"Die schnellen politischen Forderungen nach Strafverschärfung, längeren Haftzeiten und Videoüberwachung bekämpft nicht die Ursachen der Gewalttätigkeit", bewertet der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen die politischen Sofort-Kommentierungen.

"Jugendliche Täter müssen spürbare Sanktionen erfahren. Anfangs können das durchaus soziale Arbeitsstunden oder Unterbringung in Erziehungsinternaten sein. Wenn jedoch schwerwiegende, gewalttätige Taten begangen werden, muss vor allem zeitnah Arrest oder Haft verhängt werden", fordert der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen von der Politik Entscheidungen, "und die sind nicht zum Nulltarif zu haben!"

 

Rückfragen bitte an:

Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK)
Pressesprecher
Bernd Carstensen
Telefon: 0700 235 10 000
E-Mail: presse(at)bdk.de

Von: Bernd Carstensen