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Waffenträger werden eher erschossen |
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11.10.2009 Autor: pressetext (pte)
Psychologe: "Schusswaffen eignen sich nicht zur Verteidigung" Mit einer Waffe in der Hand steigt das Risiko, selbst erschossen zu werden. Das zeigt eine Studie der University of Pennsylvania die im American Journal of Public Health veröffentlicht wurde. Die Forscher untersuchten die Opfer von 677 Schießereien, zu denen es innerhalb von drei Jahren in der Stadt Philadelphia gekommen war. Man wertete aus, wie viele Opfer zum Tatzeitpunkt selbst eine Waffe mitführten, verglich das Ergebnis mit den durchschnittlichen Bewohnern der Stadt gleichen Alters, Geschlechts und Herkunft und berücksichtige auch sozio-ökonomische Merkmale. Das Ergebnis: Mit Waffe werden Menschen 4,5 mal häufiger angeschossen und 4,2 mal häufiger erschossen als ohne. Dieses Risiko stieg zusätzlich, wenn die Opfer noch Chance der Verteidigung hatten.
Dieser Zusammenhang könnte mehrere
Ursachen haben, geben die Forscher an. Einerseits könnte es sein, dass
bestimmte Menschentypen, die häufiger in Schießereien kommen, auch
häufiger eine Waffe tragen. Andererseits würden Waffen ihren Trägern
möglicherweise ein Machtgefühl geben, das leichter zu Überreaktionen
verleiten könne. "Vielleicht trauen sich Menschen durch das Tragen einer
Waffe weit eher in bestimmte Straßen, in die sie besser nicht gehen
sollten", so Studienleiter Charles Brana. Gezeigt habe sich, dass eine
Waffe ihren Träger meistens nicht davor schützte, selbst erschossen zu
werden. "Erfolgreiche Verteidigung durch Schusswaffen bei Zivilpersonen
gibt es kaum. Waffenträger sollten den Waffenbesitz daher überdenken oder
zumindest verstehen, dass der Besitz auch viel Vorsicht und Gegenmaßnahmen
erfordert", so der US-Forscher.
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