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DEZENTRALISIERUNG DER POLIZEI SCHAFFT SICHERHEITSRISIKO |
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03.11.2009 Kommentar VKÖ - RB
Wer als erster die Idee hatte die Kompetenz über die Sicherheitskräfte vom Innenministerium auf die Landshauptleute aufzuteilen, darüber streiten sich zwei Parteien. Da zwei andere Parteien dem Plan skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen, wird wieder einmal aus einem Sicherheitsproblem ein parteipolitisches. Dass die „Vereinigung Kriminaldienst Österreich“ grundsätzlich gegen das Abgleiten sachbezogener Polizeithemen in parteipolitisches Gezänk ist, steht außer Frage. Für uns ist auch nicht von Bedeutung wer eine Forderung erhebt, sondern ausschließlich, was eine Änderung dem Kriminaldienst bringt.
Im gegenständlichen Fall soll dem Innenministerium die Führungskompetenz über den Großteil der Exekutive entzogen werden. Lediglich Sondereinheiten mit bundesweitem Einsatzgebiet sollen bleiben. Die Befürworter sehen in dieser Änderung eine Verringerung der Verwaltung und damit eine Ersparnis. Genau das Gegenteil ist der Fall. Unserer Meinung nach gibt es ein Dutzend Gründe warum eine derartige wesentliche Änderung der Sicherheitsstruktur in Österreich keine Verbesserung der Sicherheitslage, sondern eine Verschlechterung bringt.
Die Beispiele könnten noch fortgesetzt werden. Wir empfehlen jedem Befürworter einer Dezentralisierung der Sicherheitskräfte in unserem Nachbarland Deutschland nachzufragen. Durch verschiedene Ausbildungssysteme, verschiedene Uniformen und Dienstfahrzeuge, durch unterschiedliche Fahndungssysteme, gibt es Mehrkosten und Hemmungen bei Ermittlungen. Föderalismus im Bereich der Sicherheit ist abzulehnen und kann nur zu verminderten Aufklärungsquoten und weniger Sicherheit führen.
Richard Benda, Präsident VKÖ
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