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Armut, Arbeit und Asyl |
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Auf Millionen verzichten – nur eine rechnerische Überlegung ? Vorerst eine nüchterne Überlegung: Mehrere Institutionen haben unabhängig voneinander festgestellt, dass ausländische Arbeitnehmer die stolze Summe von 1,5 Milliarden € mehr an Sozialabgaben in den Steuertopf einzahlen, als für sie ausbezahlt wird. Würde man sich, auf diese rein bilanzmäßige Basis beschränken, wäre dies sehr recht. Aber mit der Anwesenheit von Ausländern bei uns, ist eine Vielzahl von Fragen verbunden. Das fängt schon damit an, dass sich überhaupt niemand an die eigentliche gesetzliche Definition von „Ausländern” hält. Diese gibt es im Sinne des Staatsbürgerschaftsgesetzes nicht. Denn wer die österreichische Staatsbürgerschaft nicht besitzt, ist laut dieser Bestimmung schlicht und einfach ein Fremder. Höchster Anteil in Wien Aus einer parlamentarischen Anfrage geht hervor, dass (beruhend auf Daten aus dem Jahr 2007/08) Migranten österreichweit einen Anteil von - 9,5 % der Schüler haben. Aber - sie machen 16.4 % der Schüler- mit nichtdeutscher - Muttersprache aus ! Betrachtet man alle Bundesländer und alle Schularten, so gibt es in Wien mit 40,4 % den höchsten Anteil an ausländischen und inländischen Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache. Dort gibt es bereits Bezirke mit 60,9 % mit nichtdeutscher Muttersprache. Noch eine Überlegung: Jede zehnte Wiener Volksschule hat einen Anteil von mehr als 90 Prozent an Kindern mit ausländischen Wurzeln. Jede zweite Volksschule hat einen Anteil von über 50 Prozent. Viele Fakten In Vorarlberg wiederum gibt es mit fast 20 Prozent der Schüler, den zweithöchsten Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. In der angeführten Anfrage an das zuständige Ministerium kommen eine Vielzahl von Einzelheiten, Fakten, Ergebnissen und Tatsachen zu Tage, die scheinbar gar nichts oder wenig mit der Frage der Migration zu tun haben. Genau dort muss aber Integration ansetzen, wenn sie von beiden Seiten ernstlich beabsichtigt wird. Die Ausbildung eines Menschen stellt einen entscheidenden Faktor für sein späteres Leben dar. Wie kann Integration aussehen, wenn Österreich einen Ausländeranteil von bereits über 10% aufweist ? Oder haben jene recht,welche sagen: wir brauchen die Ausländer gar nicht ? Fatale Folgen Nun zur theoretischen Annahme:, dass alle nichtösterreichischen Bewohner unserem Land den Rücken kehren würden. Wie sieht es hier - nach mehr oder weniger kurzer oder langer Zeit – aus. Schon nach einer sehr kurzer Zeitspanne würde unser Fremdenverkehr ( immerhin die Hauptstütze unserer Zahlungsbilanz ) nicht mehr richtig funktionieren. Besonders fatal im wahrsten Sinne des Wortes wäre das Fehlen von Pflegepersonal und noch Vieles mehr. Natürlich könnten die offenen Stellen mit Österreichern besetzt werden. Die Frage ist, wer will diese - meist schlecht bezahlten Arbeiten auch wirklich leisten. Unser Land bräuchte eine enorme Anzahl von Arbeitskräften unterschiedlichster Qualitäten und Ausbildung, die es zur Zeit nicht besitzt. Zuwachs nur über Ausländer Anders ausgedrückt, ohne Migranten, funktioniert Österreich nicht entsprechend. Auch rein bevölkerungspolitisch brauchen wir die Migranten. Der Staat hat zu wenig Kinder. Es sind die Ausländer welche die Bevölkerungspyramide stützen. Der rein mathematisch notwendige Zuwachs an Bevölkerung ist daher nur über die Ausländer aufrecht zu erhalten. Allein seit dem Jahre 2000 ergab sich bei den Nicht-Österreichern ein Anstieg von 138.000 Personen. Diese arbeiten und leben hier, zahlen Abgaben und Steuern, aber nehmen wir auch wahr, dass sie zu unserem Wohlstand entscheidend beitragen ? Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich sowohl die Einheimischen als auch die Ausländer sich gegenseitig mit Distanz begegnen. Weil aber für beide Seiten, nur der Weg des Verstehens und der Achtung des jeweiligen anderen Standpunktes möglich ist, müssen sich alle Beteiligten immer wieder darum bemühen. Oberst Willibald Plenk
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