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Top - Cops: Mörderjäger unter sich |
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Der gewaltsame Tod eines Menschen fasziniert, sonst würden nicht jeden Abend die Menschen vor den Fernsehschirmen sitzen wenn Kriminalfilme über den Bildschirm flimmern. 45 Minuten braucht üblicherweise ein Kommissar zur Klärung eines Falles und so nebenbei erfährt man, dass er private Probleme hat und der Vorgesetzte die Aufklärung mehr behindert als fördert. Was ist wahr daran? Sind Mordkommissare Übermenschen? Sind sie mental gefährdet weil sie dauernd mit monströsen Menschen zu tun haben?
Die „Vereinigung Kriminaldienst Österreich“ wollte es wissen und hat Beamte von Mordgruppen zu einem „Treffen der Mörderjäger“ eingeladen. Gekommen sind Kollegen aus Deutschland, den USA, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol und sie berichteten dem anwesenden Fachpublikum über effektive Fälle und nicht über erdachte. Es war keine Überraschung was die Kollegen erzählten, Wirklichkeit und Fiktion sind zwei Dinge. Mordermittlungen sind hochkomplizierte Angelegenheiten und fast immer werden sie im Team und nicht von einer Person gelöst. Roland Frick, Erster Hauptkommissar aus Bayern, erzählte z.B. nicht nur vom Mord an dem Volksschauspieler Walter Sedlmayr, sondern auch, dass in diesem Fall (und auch in vielen anderen Fällen) die Feststellung des Motivs der Schlüssel zur Klärung war. Heinz Strenger aus Duisburg berichtete über eine Reihe Kindermorden und über Mafiamorde in Deutschland. Leopold Etz, schon fast eine lebende Legende, wählte aus seinem breiten Repertoire die Morde an Fernfahrern aus, eine Ermittlung die sich über mehrere Länder erstreckte. Aus Linz hörten wir Hintergründe zum sogenannten Foco-Mord und aus Tirol von Morden aus Liebe und Eifersucht. Über Österreichs wohl berühmtesten (mutmaßlichen*) Mörder der Neuzeit, Jack Unterweger, berichtete Dr. Ernst Geiger. Quintessenz des Abends, der bei einem Döblinger Heurigen stattfand: Mörderjäger unterscheiden sich nicht von Beamten die gegen andere Kriminelle ermitteln, kein Einziger fühlt sich als Übermensch und soweit ersichtlich hat sich bei keinem etwas auf die Psyche abgefärbt. *Jack Unterweger muss, da er ja nicht in letzter Instanz als Mörder verurteilt wurde, als „mutmaßlicher“ Mörder bezeichnet werden. Seiner endgültigen Verurteilung entging er ja bekanntlich durch Selbstmord.
Fotos: Franz Skant
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