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Warum Frauen morden |
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Frauen morden anders als Männer und aus anderen Gründen – kein Vorurteil, sondern eine belegbare Tatsache. Wie erklärt sich aber dieser Unterschied?
In einem Round-Table-Gespräch wollte die „Vereinigung Kriminaldienst Österreich“ etwas Licht ins Dunkel bringen und engagierte zwei Fachfrauen. Univ. Prof. i.R. Dr. Rotraud A. Perner, Psychoanalytikerin und Juristin und die Kriminalsoziologin Mag. Birgit Zetinigg sollten unter der Leitung unseres Bildungsreferenten Mag. Max Edelbacher ein interessiertes Publikum am 2. November d. J. aufklären. Vorweg: Es blieb beim Versuch. Eindeutige Erklärungen konnte keine der beiden Vortragenden liefern, aber vielleicht gibt es ja auch keine Erklärung. Wie man aus dem Publikumsmeldungen ebenfalls klar erkennen konnte, die Meinung des „Warum“ hängt von der Weltanschauung, der Vorbildung und der persönlichen Meinung ab. Schon in ihrer Einführung zeigte Frau Dr. Perner die Schwierigkeit der Situation auf. Was für den Juristen ein Delikt ist, ist für den Theologen Sünde, für den Sozialhelfer Hilfsbedürftigkeit und für den Psychoanalytiker ein geistiger Defekt. Wie soll man da die spezielle Situation der Frau in der Kriminalität festlegen? Einig war man sich nur, dass Frauen aus anderen Gründen als Männer morden. Innerhalb einer Beziehung mordet der Mann um die Frau am Verlassen zu hindern, die Frau um den Mann auf ewig wegzuhaben. Die oft bezeichnete „Hinterhältigkeit“ der Frau als Mörderin, liegt nicht in ihrer Verschlagenheit, sondern in ihrer Schwäche. Sie muss die Gelegenheit abwarten um den körperlich stärkeren Mann ins Jenseits zu befördern. Übrigens ein Grund dafür, warum Frauen äußerst selten wegen Totschlags vor Gericht gestellt zu werden. Alles in allem eine interessante Veranstaltung die leider die zahlreichen Gäste (die Mehrheit waren, was nicht verwunderlich ist Frauen) mit mehr Fragen als Antworten entließ. Ein Grund mehr sich dem Thema ein weiteres Mal zu widmen.
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