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Cybercrime - das unbekannte Wesen |
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Bericht VKÖ
Spannend waren vor alle die vielen Hintergrundinformationen seitens der Referenten. Mag. Pelz erklärte unter anderem beispielhaft die Wirkungsweise von "facebook", welches nicht nur eine einfache Plattform im Internet ist, sondern ein weltweit tätiges profitorientiertes Unternehmen mit ca. 1700 Angestellten. Er wies unter anderem darauf hin, dass sich die meisten Menschen überhaupt nicht im Klaren darüber sind, was mit ihren 'Daten, welche Sie meist freiwillig bekannt geben, passieren kann. - Die Palette reicht vom Identitätsdiebstahl bis zum Missbrauch von Kreditkarten aller Art und zum Ausspionieren bestimmter persönlicher Vorlieben und Eigenschaften. Dr. Reindl-Krauskopf ging vor allem auf die rechtliche Situation im Umgang mit diesen neuen Medien ein. Dabei wies sie vor allem auf Schwierigkeit hin, an bestimmte Täter und Tätergruppen heranzukommen, bzw. diese entsprechend zur Verantwortung ziehen zu können. "Cybercrime" ist gesetzlich noch nicht immer nicht genau definiert. Mittlerweile gibt es zwar zahlreiche Verbesserungen bei den entsprechenden gesetzlichen Möglichkeiten, die aber oft daran scheitern, dass sich die Täter im Ausland befinden und nicht mit jener Intensität verfolgt werden können die wünschenswert wäre. Verfolgt werden vor allem Delikte wie Kinderpornografie, Verleumdung, Handel mit fremden Identitäten, und darüber hinaus natürlich alle Formen des Betruges und der Ausspähung (Spionage). Mag. Edelbacher steuerte zahlreiche Erfahrungen aus seinem Berufsleben bei. Er wies darauf hin, dass sich bestimmte Delikte zwar immer wiederholen, aber dass es dabei auch verschiedene Trends uns "Moden" gibt. Als Beispiel nannte er die berühmten "Briefe aus Nigeria" über die zahlreiche Personen unter Hinweis auf "lukrative" Geschäfte angeworben wurden. Dabei erlitten nicht nur naive Zeitgenossen, sondern auch durchaus erfahrene Kaufleute, große Verluste. VKÖ Präsident Richard Benda bedauerte, dass viele Menschen im Umgang mit Internet und neuen Medien noch immer recht leichtfertig sind. Die Vereinigung Kriminaldienst Österreich wird, so Benda, daher auch in Zukunft für eine entsprechende fachliche Information und Aufklärung sorgen.
JWL
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